Bericht von Anna Holzmann aus Norwegen

2014AnnaNorw

Anna Holzmann bei einem Wettkampf in Norwegen

Da die Norweger ein überaus sportliches Volk sind und selbst bei strömendem Regen in die Arbeit radeln oder laufen, wollte ich mich gern in eine Ergebnisliste eines Laufbewerbs eintragen und die Fahnen des SC Zwickl in Oslo hochhalten. Auf Anraten eines Arbeitskollegen habe ich die Bygdøymila ausgewählt, da die Strecke am Strand einer Halbinsel entlang führt und das Nenngeld für norwegische Verhältnisse nicht allzu hoch war. Durch den Besuch einer Freundin aus Zwettl waren schließlich sogar (mindestens) 2 Österreicherinnen am Start des 10km-Bewerbs. Bygdøy ist der Name der Halbinsel im Westen von Oslo, Mila bedeutet Meile. Damit meinen die verrückten Norweger volle 10 km.

Vorigen Sonntag fiel um 12 Uhr mittags der Startschuss bei frischen 8-10°C. Vom tagelangen Regen aufgeweichte und laubbedeckte Wege lenkten teilweise meine Blicke von der Aussicht auf den Oslofjord gezwungenermaßen auf den Boden. Ganz die Dimensionen einer Drecksau-Challenge erreichte das Rennen zwar nicht, aber die Waschmaschine lief danach mindestens so heiß wie die Läufer. Bei der Labstation im Ziel erhielt jeder Teilnehmer neben dem in Skandinavien unvermeidlichen Kaffee, interessanten Kardamom-Weckerln und frischem Obst auch eine Haube als Andenken. Ohne jegliche Siegerehrung oder After-Show-Party war das Gelände bald von den 800-1000 Teilnehmern geleert, meine Erinnerungsspeicher aber um einige Eindrücke bereichert.

Norwegisches Anfeuern hört sich übrigens so an: heia, heia!! Es hat beflügelt, ich war mit dem Rennverlauf sehr zufrieden, auch wenn das unberechenbare Auf und Ab gegen Ende fast ein bisschen anstrengend war. 😉

Liebe Grüße aus Oslo

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