Vienna City Marathon: Dass das Laufen der Familie

Vienna City Marathon:
Dass das Laufen der Familie Holzmann scheinbar im Blut liegt haben bereits Hermann und Anna bewiesen. Auch Sophia ist seit 2-3 Jahren fleissig dabei und hat ihr Niveau kontinuierlich verbessert. Am vergangenen Sonntag folgt sie den großen Fußstapfen ihres Vaters und begab sich erstmals auf die Marathondistanz.

Sie nimmt uns mit ihrem Bericht mit auf ihre ersten 42,195km durch Wien.

Sophia Holzmann:
„Bereits vor einem Jahr ist der Gedanke aufgekommen, im Jahr 2018 meinen ersten Marathon zu laufen. Um diese Idee zu konkretisieren, meldete ich mich bereits im April 2017 für den VCM 2018 an. Mit Jänner begann die gezielte Vorbereitung, die bis auf ein paar Ausnahmen die ersten 3 Monate genau nach Plan verlief.

10 Tage vor dem großen Tag stand meine Teilnahme krankheitsbedingt auf sehr wackeligen Beinen und ich fürchtete, dass all die Mühe umsonst gewesen war. Zum Glück kam ich aber gerade rechtzeitig wieder auf die Beine, um ruhigen Gewissens doch noch teilnehmen zu können. Mein Marathon-Debüt mit der Startnummer „666″ wollte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen!

Dann war er endlich da, der heißersehnte 22. April, und heiß war er wirklich! Angesichts der warmen Temperaturen bereits am frühen Morgen geriet ich in Zweifel, ob ich mein Ziel, unter 4h ins Ziel zu kommen, überhaupt realisieren kann. Diese Zweifel wurden nach dem Startschuss und für die ersten Kilometer weiter bestätigt, da ich große Mühe hatte, mir im Zickzack-Kurs durch die Masse an Läufern einen Weg zu bahnen. Ich war überglücklich, als ich bei km 5,5, beim vereinbarten Treffpunkt, meinen Papa erkannte und er mich von nun an durch die Menge führte. Auf dem Weg nach Schönbrunn rückte mein bereits verworfener Traum „unter 4h“ wieder etwas näher. Weiter gings Richtung Mariahilferstraße, wo wir Anna erwarteten, die mich von nun an begleiten wollte. Leider haben wir uns verfehlt und es sah so aus, als müsste ich mich alleine durch die zweite Hälfte schlagen. Zum Glück ging es mir noch sehr gut und an ein Halbmarathon-Finish war nicht zu denken! Papa stellte kurzerhand einen neuen Plan auf und beschloss, seinen „gemütlichen Sonntagslauf“ 😉 auszuweiten, um mich weiterhin mit Wasser und Sportgetränken versorgen zu können.

Im Großen und Ganzen verflog die Zeit recht schnell, ich konnte meine Pace gut halten bzw. steigern und das Laufen war wider Erwarten sogar kurzweilig. Was ich aber auf jeden Fall bestätigen kann, ist ein vielgehörtes Statement von Läufern: „Ein Marathon beginnt erst ab Kilometer 35″! Ab da wurden die Beine schwerer und die Blasen an den Füßen immer mehr. Bei Kilometer 39 sehnte ich das Ende herbei, hatte zum Glück aber immer noch „laufende“ Betreuung, Motivation und Verpflegung dabei. Dann die letzten zwei Kilometer auf dem Ring, ringsum jubelnde Zuschauer, das Ende nicht mehr weit, meine Zielzeit stark im Plus, begann ich es richtig zu genießen. Vor allem der Schluss, auf dem blauen Teppich ins Ziel einzulaufen, war ein wunderbares Gefühl. Es war ein sagenhaft schönes Marathondebüt, das ich dank der besten Betreuung, die man sich wünschen kann, mit einer Zeit von 3:50:06 beenden durfte.
Ein großes Danke hiermit an mein Team;) und auch an meine VereinskollegInnen für all die tollen Tipps und Ratschläge rund um die Vorbereitung und den großen Tag!“

Liebe Sophia, auch auf diesem Weg nochmals herzlichen Glückwunsch zu deinem tollen Debüt. Wir wünsch dir noch ganz viele solch toller Marathonerlebnisse.

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