Bericht vom Marathon in Lausanne – Rosa Maria Kainz

Bericht vom Marathon in Lausanne – Rosa Maria Kainz:

Im Zuge meines Studiums hat es mich, wenn auch nur für begrenzte Zeit, in die französischsprachige Schweiz verschlagen – genauer gesagt nach Lausanne im Kanton Waadt.
Lausanne ist eine kleine, aber sehr feine Stadt am Genfersee und vereint französisches Flair mit Schweizer Bodenständigkeit. Bei meiner Anreise sind natürlich die Laufschuhe im Koffer mitgereist, denn es wäre wirklich schade, bei einer solchen Kulisse nicht regelmäßig eine Runde laufen zu gehen.
In Lausanne läuft alles und jeder – am liebsten geradeaus am See entlang. Natürlich gibt es hier bei so vielen laufaffinen SportlerInnen auch eine würdige Veranstaltung: zum 23. Mal fand letzten Sonntag (22.10) der Lausanne-Marathon statt. Ich war natürlich mit dabei am Start, wenn auch „nur“ beim Halbmarathon. Jeder, der regelmäßig seine Laufschuhe schnürt, versteht: man möchte überall einmal bei einem Lauf dabei sein.
Das Ambiente des Laufs war sehr familiär – die „Sportmesse“ im Zuge der Veranstaltung dabei recht überschaubar. Doch immerhin bekam man für sein Startgeld ein langärmliges Funktions-Tshirt und ein paar Goodies, da können sich größere Veranstalter schon mal was abschauen. Die Strecke verlief, was nicht anders zu erwarten war, entlang vom See und wird dabei gesäumt von unzähligen Weinterrassen.
Die MarathonläuferInnen durften eine große Runde drehen und die StarterInnen vom Halbmarathon liefen von La Tour-de-Peilz (ein Ort weiter östlich am See) auf der Straße direkt nach Lausanne. Zudem gab es noch eine 10-Kilometerdistanz, Kinderbewerbe, sowie auch Nordic-Walking und sogar eigene Walking-Bewerbe, es ist also für alle etwas passendes dabei. Die Startzeiten für die einzelnen Bewerbe variierten leider sehr stark – Marathonstart war am Vormittag, Halbmarathon am Nachmittag. Noch dazu gab es nach dem herrlichen Altweibersommer der letzten Wochen pünktlich am Sonntag einen Wettereinbruch.
Zum Start ging es dann mit dem Zug: dort war es noch schön sonnig, doch der Halbmarathon an sich war von einem ständigen Wechselspiel aus starkem Gegenwind und Regen geprägt, zwischendurch gab es ein paar Sonnenstrahlen – eine neue Bestzeit war für mich also nicht drin, ich habe es für mich als „Trainingslauf“ deklariert (das macht man so, wenn es mal nicht gut läuft 😉 ). Das wechselhafte Wetter minderte den positiven Eindruck der Strecke trotzdem nur wenig und besonders in Lausanne, als Hauptstadt der olympischen Bewegung, gilt das Motto: Dabei sein ist alles!
Das Dabeisein hat sich auf jeden Fall gelohnt und somit kann ich diesen Lauf auch wirklich an alle weiterempfehlen, die es mal in diese Gegend der Schweiz verschlägt. Doch auch zu jeder anderen Jahreszeit ist die Region an sich einen Besuch wert, um den See und seine Umgebung (laufend) zu erkunden.
Ich wünsche euch allen noch einen sportlichen und erfolgreichen Herbst, auf dass euch die Schnupfennase lange erspart bleibt (:
LG,
Rosa

Lausanne Marathon 2017

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