Wings for Life – Bericht von Viktoria Groiß

Bei sonnigem Wetter und „noch“ angenehmen Temperaturen stiegen wir am Sonntag Morgen im Waldviertel ins Auto ein. Da ich mir die Startnummer bereits am Vortag geholt habe und schon einige Eindrücke von der tollen Location sammeln konnte (dort traf man übrigens schon einiges an Prominenz an),
 morgenstern
ging es in Wien dann gleich mal direkt beim Karlsplatz vorbei und zum Schwarzenbergplatz. Da ich im Team Marcel Hirscher an den Start gehen durfte, wartete nämlich um 11 Uhr ein Warm Up von Under Armour, Sponsor der Team-Shirts, und ein Treffen mit Marcel persönlich auf mich. Nach einer halben Stunde Verspätung kam er dann schließlich auch und es war wirklich ein besonderer Moment, denn wann hat man schon die Chance, so einem großartigen Sportler wie ihm zu begegnen. Gott sei Dank war dann auch noch so viel Zeit, dass sich ein Foto mit ihm ausgegangen ist! 🙂
hirscher
Motiviert durch die gute Stimmung und erleichtert, weil ich noch kurz vor dem Start eine saubere Toilette gefunden habe (:D), ging ich also an den Start.
Da ich leider sehr weit hinten starten musste, tat sich erst mal geschlagene 5 Minuten nach dem Startschuss noch immer nichts. Doch dann setzte sich die Gruppe endlich, wenn auch sehr sehr schleppend, in Bewegung.
7 Minuten nach dem offiziellen Start hab’ auch ich es unter dem Startbogen durch geschafft. Schön langsam konnte ich auch mein normales Lauftempo einnehmen. Vorgenommen hatte ich mir mindestens 8km, wobei ich im Hinterkopf doch eher die 10km-Marke anvisierte. Laut Goal-Calculator sollten 7Min/km reichen, um die 10 zu schaffen. Ich begann also schon mal nachzudenken: „Um wie viel schneller muss ich laufen, damit ich die 7 Minuten wieder gut mache, die ich beim Start verloren habe?“ Zum Rechnen habe ich dann aber gar nicht erst begonnen, weil ich den Lauf zum einen nur genießen wollte und mir zum anderen schon so heiß war, dass ich mich sowieso nicht auf das konzentrieren konnte. Immerhin war es mein 1. Lauf dieses Jahr, an dem es warm genug war, um mit kurzer Hose und kurzärmligen Shirt zu laufen. Nachdem ich sowieso beim Laufen sehr unter der Hitze leide, freute ich mich über jeden Meter, den ich im Schatten laufen konnte. Dementsprechend lange hat sich auch die Zeit bis zur ersten Labestation hingezogen. Dort endlich angekommen, gestaltete es sich als schwierig, überhaupt etwas zu Trinken zu finden, da einfach zu wenige Helfer vor Ort waren. Leider hielt sich auch die Disziplin der Läufer ziemlich in Grenzen, da die Mülleimer von den meisten außer Acht gelassen worden sind. So musste man sich also durch einen „Berg“ von Bechern kämpfen, um anschließend in der großen Masse, die sich kaum aufgeteilt hatte, weiter zu laufen. Gestärkt ging es durch die Mariahilferstrasse und auf den Ring. Immer wieder wanderte mein Blick auf die Uhr. Mein Tempo hatte sich aufgrund der Verzögerung bei der Verpflegungsstation von 6:30 auf 6:45 verlangsamt. Trotzdem war ich guter Dinge, da ja schließlich 7:00 reichen sollten. Beim Parlament vorbei erblickte ich gerade noch die 7km. Bein- und fußtechnisch ging es mir noch sehr gut, allerdings hielt ich bereits wieder Ausschau, ob nicht schon irgendwo die nächste Labestation in Sichtweite war, denn ich wäre durchaus schon wieder bereit für eine Erfrischung gewesen. Laut Angaben von Wings for Life waren die einzelnen Stationen max. 5km voneinander entfernt, somit konnte es ja nicht mehr ganz so weit sein. Vorbei an Kilometer 8 hatte ich nur noch 2 Gedanken: „Nur noch 2km, bis ich die 10 habe!“ und „Wo gibt’s jetzt endlich was zu trinken?“ Doch plötzlich ging alles ganz schnell: Eine Radfahrerin kam von hinten und viele riefen entsetzt: „Kommt es etwa schon?“ Die Antwort war leider: „Ja, es ist nur noch ein- bis zweihundert Meter hinter euch.“ Kurz perplex merkte ich, wie alle nochmal aufs Tempo drückten und so begab sich die Gruppe um mich und ich selbst auf den letzten Sprint, bevor wir uns schließlich dem Catcher-Car bei 8,3 Kilometern ergeben mussten. Anfangs etwas enttäuscht, dass es nicht weiter als diese Distanz geworden ist, war ich letztendlich dennoch zufrieden. Denn mit meiner Durchschnittszeit von 6:39Min/km konnte ich mir nichts vorwerfen, die Verzögerung vom Start hat sich eben doch sehr bemerkbar gemacht. Aber letztendlich geht es hierbei um den guten Zweck und das ist das, was im Vordergrund stehen sollte!
Ich freue mich schon, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: „We are running for those who can’t!“ 🙂

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