Vienna City Marathon 2015

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Das angekündigte ideale Laufwetter lockte am 12. April wieder einige motivierte Zwettler in die Bundeshauptstadt zum City Marathon. Der SC Zwickl Zwettl war sowohl in Marathon und Halbmarathon als auch im Staffelbewerb vertreten.

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In Abwesehnheit der stärksten aktiven Zwettler Marathonläufer Hermann Holzmann und Werner Sommer (gesehen hab ich euch allerdings – hoffe ihr habt euch nichts ernstens eingefangen – Gute Besserung!) war der heurige Lauf in Wien geprägt von Debütannten (mit Stern markiert). Die Damen waren über die ganze Distanz zwar schwach aber dafür würdig mit nur einer Läuferin, nämlich mit Christina Lechner vertreten.

*Walter Riedl 03:015:09kleinP1010114

*Mario Ecker 03:16:38

*Michael Wesely 03:20:41

Samuel Edelmeier 03:26:01

*Rene Brunner  03:34:37

Christina Lechner  03:47:20

Robert Kittenberger 03:52:24

*Philipp Reinhold 04:16:37

Beim Halbmarathon purzelte eine extrem Starke PB (fast 4 Minuten schneller als im Vorjahr!!) von Anna Holzmann, die damit nicht nur schnellste Zwicklerin des VCM wurde, sie ist nun auch in der „Hall of Fame“ an Silvia Kolm vorbeigezogen. Abgesehen von der strahlenden Siegerin der Zwickl-Wertung waren aber auch die weiteren Läufer sehr erfolgreich unterwegs:

Anna Holzmann 01:28:55VCM_2015_Anna2

Thomas Gary 01:41:56

Gerhard Rammel 01:48:59

Erwin Wagner 01:51:49

Gernot Zeilinger 01:54:43

*Sarah Hengstberger  01:56:00

Johann Gari 01:56:21

Beate Gutmann 01:57:16

Andrea Turk 01:57:33

Thomas Leidenfrost 02:00:55

Wolfgang Steinbauer 02:11:59

Marianne Hengstberger 02:30:15

(Bei Beate Gutmann und Thomas Leidenfrost bin ich mir nicht sicher, ob sie Zwickler sind, bei Pentek Timing waren sie nur unter „Zwettl“ angemeldet, im schlimmsten Fall lassen wir ihnen halt ein Anmeldeformular zukommen, dann mussich die Ergebnisse nicht mehr editieren 😉 )

In der Staffel stellte Rosa-Maria Kainz eine SC-Zwickl-Zwettl Staffel. Gemeinsam mit Marie-Luise Göschl, Hanna Horak und Yvonne Gutsohn finishte die Frauenpowertruppe in 03:49:28.

Noch paar persönlichen Eindrücke vom VCM 2015.

Vorerst mal ein danke an Hermann und Renate, dass ihr mir dieses Wochenende so angenehm gestaltet habt. (Fotografen, Motivatoren neben der Strecke und als Taxi nach Wien und wieder Heim. Vor allem das Heimfahren war sehr angenehm 🙂 )

Zum Marathon selbst:

Das Wetter bzw. der Wetterbericht ließ ja darauf hoffen, dass es ein warmer, teilweise bewölkter Tag werden sollte und es somit perfektes Laufwetter werden würde. Die Wolken wurde heute leider eingespart so war es aus meiner Sicht schon fast etwas zu warm für den ersten Marathon. Der teils kräftige Wind hat dann aber des öfteren für angenehme Abkühlung gesorgt.

Der Start in Wien war, wie immer, pompös inszeniert. Epochale Musik bereits um 8 Uhr stimmten alle aufwärmenden Sportler auf eine tolle Laufveranstaltung ein. Der Start über die Reichsbrücke lässt immer wieder Gänsehaut aufkommen. So viele Menschen auf einem Fleck.

Nach gut 10 KM habe ich Walter Riedl und Thomas Gary auf der Strecke getroffen und kurz mit ihnen gequatscht. Da sich Walter ebenfalls an der Volldistanz versuchte, beschlossen wir uns gegenseitg zu pacen und zu pushen. Mit Erfolg. Die Kilomter vergingen wie im Flug, die Halbmarathondistanz legten wir in 1:36:18 zurück. Wenn wir die Geschwindigkeit durchziehen, laufen wir unter 3:15 ein. Soviel zur Theorie.

Wir hielten das Tempo bis ca KM 35.  Hier sollte sich eine alte Marathonweisheit beweisen – „Der Marathon beginnt bei Kilomter 35“. Das tut er nämlich – wirklich 🙂

Nachdem mich die Praterallee bzw. viel mehr der Anblick auf das Lusthaus in gefühlten 50 Kilometer Entfernung jedesmal verzweifeln ließ, begann mein Körper seine Leistungsfähig zu reduzieren. Am Rückweg, bei der 35er Trinkstation versuchte ich meinem Körper Zucker zuzuführen (Cola und Powerrade) Leider ging ein Großteil davon ins Gesicht und aufs (weiße) Leiberl, weshalb der erhoffte Energischub ausblieb, dafür aber ein angehmer Duftmix aus Cola und Schweiß meine Nase erreichte.  Ich gab Walter ein Zeichen, er soll bitte sein Tempo weiterlaufen, denn ich musste leider etwas zurückstecken.

Meine Beine wurden schwer und ein Brennen an den Fußsolen machte sich bemerkbar. Walter sah ich mittlerweile nicht mehr.  Jeder Kilometer wurde plötzlich länger und länger – reißts mich jetzt komplett ab?

Plötzlich höre ich von links meinen Namen (ja, sogar trotz Kopfhörer*) rufen, Familie Holzmann (übrigens Glückwunsch Anna, Hammer Zeit am HM!) feuert mich knapp 1,5 Kilomter vorm Ziel nochmal an. Also Kopfhörer Raus und noch einmal reinbeißen, Stimmung genießen.

*Beim Cola/Powerrade Zwischenfall bei KM 35 bekamen auch die Kopfhörer etwas Zucker ab, wodurch sie die Lautstärke nicht mehr steuern ließ…. die zu dem Zeitpunkt auf Maximum war, um das Gekeuche eines Kämpfers hinter mir zu übertönen 🙂

In der Ferne tauchen die Beschilderungen für die letzten 500 Meter auf.  Bald ists geschafft, die letzten Kräfte werden mobilisiert. 500 , 400, 300… und hinein am Heldenplatz.

Ein unbeschreibliches Gefühl, auf dem blauen Teppich unter Jubel von allen Seiten auf die Hofburg zuzulaufen. Einen Freudenschrei kann ich mir schon 40 Meter vorm Ziel nicht mehr verkneifen.

Ich habs geschafft.

Über die ersten Minuten nach dem ersten Marathon möchte ich garnicht zu viel erzählen, da darf sich jeder selbst ein Bild darüber machen. 🙂

 

Glückwunsch an alle Teilnehmer des SC Zwickl Zwettl, es kann jeder mit Recht stolz auf seine Leistung sein.

Mario Ecker

7 Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch allen Zwickl-Läufern zu Ihren tollen Leistungen. Ich habe mir den Marathon vor dem Fernseher angesehen und bekam wieder Lust, mehr zu laufen.

  2. Supergenialer, lustiger Bericht, wenn auch manches davon gst wohl noch alles andere als lustig war?!

  3. Danke! Ich hab mir heut die Aufnahme von gestern teilweise angeschaut, und vor allem die Kommentare vom Christoph Suman waren sehr treffend . Der hat so ziemlich alle Gedanken, die ich auch mal hatte, ausgesprochen („Oida wie weit is des nu??“)
    Lustig ist immer Ansichtssache, ich hab einfach immer gschaut, das beste aus der Situation zu machen.
    Bin ca. 2 Kilomer mit einem Schokobart und schokoverschmierten Händen gelaufen. Nach knapp 22 Kilometer habe ich nämlich versucht meinen Schoko-Energieriegel zu essen, und weil der nach 1 Stunde 40 Minuten in der Hand etwas geschmolzen ist, wars net so einfach alles sauber in den Mund zu bringen… 😀
    Aber ein Marathon ist halt einfach ein Ausnahmelauf. Jeder weiß, worauf er sich einlässt, und dass mal ein Tief kommen kann (oder wird), mit dem muss man leider rechnen. Wenns dann so weit ist, und man sich die Frage stellt, warum man sich das eigentlich antut, gehts halt darum sich irgendwie wieder weiter zu motivieren. Dem inneren Schweinehund eine am Deckl haun und weitermachen. Ich wollt wissen, wie es sich anfühlt nach 42 KM einzulaufen und unabhängig von der erreichten Zeit (keiner der Zuseher weiß, ob du PB läufst, ob es dein erster oder dein hundertster Marathon ist), trotzdem wie ein Sieger gefeiert zu werden. Das war meine Motivation, wies dann zach worden ist.
    Es fühlt sich übrigens gut an 🙂 Sorry bin noch etwas überdreht und muss alles a bissi niederschreiben. 😀

  4. Hi Mario, das mit dem „überdreht sein“ gibt sich erfahrungsgemäß so am zweiten oder dritten Tag … dann bleibt nur mehr der Schweinehund – super Leistung von euch allen!
    😉

  5. Auch ich kann mich den Glückwünschen zu den supertollen Leistungen jedes(r) Einzelnen nur anschließen! Jeder hat für sich persönlich den VCM gerockt 🙂

  6. nairolF regrebsrebaH

    Gratuliere Mario! Ab zu die Marathon-Staatsmeisterschaften noch Linz nächsten Sonntag! 😉

  7. Danke Florian 😀 mist, Linz ich jetzt verpasst – nächstes Jahr dann :))

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